DIY – Reparieren statt Neu kaufen

Manchmal gehen Dinge kaputt. Das ist ärgerlich. Und wir leben in einer Gesellschaft, in der es fast normal geworden ist, dass der erste Gedanke bei einem kaputten Gerät lautet: Wegschmeißen und Neu kaufen. Das liegt zum Einen daran, dass viele Dinge tatsächlich nicht dafür geeignet sind, repariert zu werden, weil sie so gebaut werden, zum Anderen aber auch daran, dass es meist viel teurer ist etwas reparieren zu lassen, als es neu zu kaufen. Wie absurd das eigentlich ist, fällt uns kaum noch auf. Wir denken nicht lange nach, schauen bei AMA*N schnell nach wieviel es neu kostet und klicken auf den „Kaufen“ Button, bevor wir überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, ob man das Gerät eventuell reparieren könnte.

Ich nehme mich da überhaupt nicht raus. Ich funktioniere in diesem System fast genauso.Vorallem der Zeitfaktor spielt dabei eine große Rolle. Weil wir lieber Geld erarbeiten um uns neue Dinge zu kaufen, anstatt die Zeit dafür zu nutzen Dinge zu reparieren. Aber ab und zu geht der Geiz mit mir durch und das führt dazu, dass ich überlege die Dinge selber zu reparieren, denn das ist meist günstiger, als es neu zu kaufen, bzw. es reparieren zu lassen. Und  wegschmeißen kann ich es am Ende immer, falls der Reparaturversuch misslingt. Um der Frage vorzukommen – nein, ich kann nicht alles reparieren und – nein, ich habe das auch nicht gelernt. Ich habe nur einfach auch irgendwie ein Interesse daran entwickelt, zu schauen, wie die Dinge funktionieren. Und ganz ehrlich, diese Gefühl von Stolz, wenn man es wirklich geschafft hat, etwas wieder zum Laufen zu bringen – das ist unbezahlbar. Abgesehen davon produzieren wir so auch keinen Müll.

Manchmal muss man einen gewissen Mut aufbringen und ich finde gerade uns Frauen wird der oft genommen. Aber mittlerweile kann ich nur darüber lachen, wenn ich mit meinem Mann in den Baumarkt gehe (der fühlt sich da immer schrecklich unwohl), einem Mitarbeiter lang und breit mein Problem schildere oder beschreibe welche Teile ich brauche und dieser sich dann direkt zu meinem Gatten umdreht und IHM beschreibt was als nächstes zu tun ist. Sehr merkwürdig, aber ja, in dieser Welt leben wir anscheinend immer noch.

Ich sage: Mädels, ran an die Schraubenzieher und Sägen. Ihr könnt das!

 

 

 

 

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